Motivation

 

 

Nachdem Personal beschafft wurde muss es natürlich auch motiviert und angetrieben werden damit sich jeder Mitarbeiter für das Unternehmen einsetzt. Dies ist im Allgemeinen die Aufgabe der Personalbetreuung aber auch gleichzeitig die Aufgabe jeder Führungskraft. Generell hat jede Führungskraft allein durch die Art und Weise der Führung einen entscheidenden Anteil an der Motivation der Mitarbeiter. Neben monetären Anreizen wie Erfolgsbeteiligung oder Akkordlohn gibt es eine Reihe weiterer Aspekt die zur Motivation beitragen und nichts mit Geld zu tun haben. Studien haben gezeigt, dass diese Soft Facts einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter haben.

 

Zu den entscheidenden Faktore zählen hier unter anderem das Betriebsklima, Prestige, Arbeitsplatzsicherheit, Aufstiegschancen und vieles mehr. Auch die Gestaltung der Arbeitszeit und mögliche Entlohnung der Überstunden schaffen Anreize. Daneben Streben die Menschen nach sinnvollen Aufgaben bei denen sie den Sinn verstehen und die sie in den Gesamtzusammenhang einordnen können. Ein wichtiger Aspekt ist auch das Führungsverhalten der Vorgesetzten. Es gilt: Das Lob ist die günstigste Form der Motivation. Ob ein Vorgesetzter in der Lage ist zu loben hängt eng mit der Art seines Führungsstils zusammen.

 

Beim patriarchalischen Führungsstil umgibt den Vorgesetzten eine besondere Autorität. Er sorgt sich um seine Mitarbeiter, trifft Entscheidungen jedoch unangefochten allein. Ähnliches gilt beim charismatischen Stil. Auch hier entscheidet der Vorgesetzte und seine natürliche Autorität legitimiert ihn. Der wohlwollende Aspekt des vorher genannten tritt hier ein wenig in den Hintergrund. Der autoritär führende Vorgesetzte entscheidet ebenfalls allein und gibt Anweisungen, allerdings muss er sich dabei auf seine Machtposition stützen, die ihm seine Stelle einverleibt. Ganz anders beim unterstützenden Führungsstil oder auch Coaching. Hier gibt der Führende dem Mitarbeiter Unterstützung und bezieht ihn in die Entscheidungsfindung mit ein. Letztendlich trifft er die Entscheidung aber. Der demokratische Stil bezieht die Mitarbeiter in die Entscheidung durch Abstimmung mit ein.

Zwei Faktoren Theorie - Herzberg

 

Die Zwei Faktoren Theorie von Frederick Herzberg ist eine bekannte Motivationstheorie. Anhand einer Studie schloss Herzberg, dass verschiedene Faktoren die Menschen bei ihrer Arbeit unterschiedlich beeinflussen. Er formulierte daraus zwei Faktoren. Auf der einen Seite gibt es in seiner Theorie diejenigen Faktoren, die dazu führen dass Menschen durch ihre Arbeit zufrieden gestellt sind. Diese Faktoren werden als Motivatoren bezeichnet und gelten als intrinsisch. Auf der anderen Seite identifizierte er Faktoren, die bei Nicht-Vorhandensein Unzufriedenheit der Menschen hervorrufen. Diese Faktoren werden als Hygiene-Faktoren oder auch als Frustfaktoren bezeichnet und gelten als überwiegend extrinsisch. Diese zweite Art von Faktoren ist dabei wie folgt gekennzeichnet: vorhandene Hygiene-Faktoren tragen nicht dazu bei, dass Mitarbeiter motiviert sind, fehlen sie jedoch, dann erhöht sich die Unzufriedenheit.

 

Beispiele für Motivatoren sind unter anderen die Anerkennung der Arbeitsleistung, Eigenverantwortung, Chance auf Weiterbildung oder auch die Arbeit selbst. Erkennt der Mitarbeiter seine Arbeit als sinnvollen Teil eines großen Ganzen und erfährt bei guten Leistungen eine ausreichende Wertschätzung, dann wird er nach der Zwei Faktoren Theorie auch intrinsisch, also von innen heraus, motiviert sein. Ein fehlen dieser Faktoren hat folglich einen Mangel an Zufriedenheit zur Folge.

 

Beispiele für Hygiene-Faktoren sind unter anderem der angemessene Lohn, gute Beziehung zum Vorgesetzten oder auch ein ansprechendes Arbeitsumfeld. Diese Faktoren tragen nicht zur Motivation bei, da sie als grundlegend vorausgesetzt werden. Allerdings tragen sie maßgeblich zur Unzufriedenheit bei den Mitarbeiten bei, wenn sie nicht spürbar vorhanden sind.